Kinder- und Jugendmöbel: Der Wunsch nach Qualität und Langlebigkeit steigt   Vor kurzem aktualisiert!


Kinder- und Jugendmöbel

Bonn. In den knapp 41 Millionen Haushalten Deutschlands leben rund 11,8 Millionen Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre. Das sind etwa 14 Prozent der Bevölkerung. Alle diese Kinder und Jugendlichen werden von ihren Eltern oder Erziehungsberechtigten auch mit Möbeln und Einrichtungsgegenständen ausgestattet. „Das wichtigste Kriterium zum Kauf von Kindermöbeln war dabei stets das Thema Sicherheit. Aktuell rückt zusätzlich das Thema Material in den Fokus der Kundschaft. Eltern, Alleinerziehende und andere Erziehungsberechtigte legen mehr und mehr Wert auf ökologische Materialien, die nachhaltig sind“, so Ursula Geismann, Geschäftsführerin der Initiative Furnier + Natur (IFN) und langjährige Trendanalystin.

Auf der Fachmesse „Kind- und Jugend“ im September 2022 in Köln war die Tendenz im Möbelangebot schnell sichtbar: Ehrliche und nachhaltige Werkstoffe punkten eher als Mischwerkstoffe, die nach ihrem Gebrauch als Sondermüll entsorgt werden müssen. „Zu diesem Trend passt, dass massives Holz im Kinder- und Jugendmöbelangebot eine wichtige Rolle spielt. Auffällig waren dazu im aktuellen Angebot eine Vielzahl von Sperrholzmöbeln“, so Geismann. Sperrhölzer bestehen aus mehreren Lagen Holzfurnier, die wechselseitig so verleimt werden, dass eine äußerst stabile, aber auch biegbare Platte entsteht. So können auch runde Formen wie Schalen oder Bögen geformt werden, weshalb sie nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus optischen Gründen als Alternative zu Spanplatten oder MDF-Platten zum Einsatz kommen. Sperrholz ist robust und annähernd „unkaputtbar“.

Beim Stichwort Optik war auffällig, dass sich das Design von Kindermöbeln hin zu einer klaren Formensprache entwickelt. „Diese Tendenz deutet darauf hin, dass die künftige Kundschaft sehr auf Langlebigkeit achten wird“, erklärt die IFN-Geschäftsführerin. Langlebigkeit als Kriterium des Möbelkaufs verbinde ganz klar Qualität und Design miteinander. „Wenn Kindermöbel nach ihrer eigentlichen Gebrauchsphase noch für weitere Zwecke und Funktionen eingesetzt werden können, wurde verantwortungsvoll und umsichtig entschieden“, so Geismann und sagt weiter: „Industrie, Handel und Kundschaft nehmen immer bewusster Abschied von schnellem und kurzlebigem Konsum. Designer:innen tragen mit einem aufs notwendige reduzierten Materialverbrauch schon im Entwurf dazu bei.“

Um zu verhindern, dass Kinder in einer nüchternen und durchgestylten häuslichen Möbelwelt groß werden, kommen immer mehr qualitativ langlebige Spielmöbel auf den Markt. Im Zusammenhang mit den Erfahrungen des Homeschooling haben Designer:innen und Pädagog:innen nach dem Vorbild von Kitas etliche Spielmöbel für Zuhause entwickelt, die die motorischen und gestalterischen Fähigkeiten und die Fantasie des Nachwuchses fördern. „Schaukelobjekte, Klettergerüste, Steck- und Maltafeln, Sitzbausteine, Multifunktionsliegen, zum Toben und kreativen Gestalten, gehören heute zur Grundausstattung des Haushalts mit Kind. In einer zunehmend unsicher werdenden Welt wird das Zuhause ein sicherer Rückzugsort bleiben, an dem alle Bewohner:innen vielfältige Aktivitäten entfalten können“, so Geismann abschließend.

© Quelle und Bildmaterial: Pressetext der Initiative Furnier + Natur (IFN)